Schloss Eltershofen, Mittelalterliches Schloss in Schwäbisch Hall, Deutschland.
Schloss Eltershofen ist ein Schloss in Schwäbisch Hall, das sich durch einen rechteckigen Grundriss mit befestigten Balustaden und Bastionen an den Ecken auszeichnet. Das Anwesen liegt innerhalb einer Wasserburg-Anlage und wird von einer schützenden Mauer umgeben.
1298 wurde in Eltershofen eine Burg des Adelsgeschlechts Eltershofen genannt. Als die Familie 1516 ausstarb, verkauften die Erben sie für 522 Gulden an den Haller Bürger Rudolph Nagel, dessen Familie sich Nagel von Eltershofen nannte. Am 3. April 1525 nahmen aufständische Bauern das Schloss ohne Gegenwehr ein und zwangen Nagel, sich ihnen anzuschließen; das Schloss blieb nach der Niederlage bei Gottwollshausen am Folgetag unzerstört. Im 17. Jahrhundert bauten Haller Patrizier es als Lustschloss neu.
Die neben dem Portal eingemauerten Allianzwappen Engelhard-Seiferheld (1719) und Engelhard-Bonhoeffer (1744) erinnern an den Haller Stättmeister Sanwald von Sonnenwald und die Familie Bonhoeffer. Die 1516 als Käufer auftretende Familie Nagel nannte sich nach dem Gut „Nagel von Eltershofen“.
Das Schloss steht auf einer von einem Graben umschlossenen Terrasse mit Eckbastionen und Brüstungsmauern; die Torhalle erreicht man über eine Brücke. Seit 1896 gehört es den Grafen von Westerholt und ist Privatbesitz, daher ist nur eine Ansicht von außen möglich.
Am 3. April 1525 erreichten die Aufständischen des Bauernkriegs das Schloss und nahmen es ohne Gegenwehr ein; Schlossherr Rudolph Nagel musste sich ihrem Haufen anschließen. Bereits am 4. April wurden die Bauern bei Gottwollshausen geschlagen, das Schloss blieb unzerstört.
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