Grube Marie in der Kohlbach, Unterirdische Blei- und Silbermine im Kohlbachtal, Deutschland
Die Grube Marie in der Kohlbach ist eine historische Blei- und Silbermine in Weinheim mit mehreren Stollen, die sich etwa 24 Meter unter dem Haupteingang erstrecken. Das Netzwerk umfasst Erkundungs- und Abbaugänge, die verschiedene Ebenen der unterirdischen Anlage verbinden.
Die Bergbauaktivitäten in der Grube begannen im Jahr 1012, als König Heinrich II. die Kontrolle über das Kohlbachtal mit seinen Erzminen übernahm. Der Bergbau setzte sich über die folgenden Jahrhunderte fort und hinterließ ein gut erhaltenes Netzwerk unterirdischer Gänge.
Die Grube zeigt Handwerkstechniken aus dem Mittelalter, die Besucher beim Durchgang sehen können. Die Holzleitern und einfachen Werkzeuge erzählen von der täglichen Arbeit der damaligen Bergleute.
Der Ort behält das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 11 Grad Celsius, daher sollten Besucher warme Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Geführte Touren sind die beste Möglichkeit, die unterirdischen Gänge sicher und informativ zu erkunden.
Das 2004 in der Grube gefundene hölzerne Steigbrett lag in der Wassersaige der Tagsohle und ist etwa 3 m lang. Die dendrochronologische Datierung ergab, dass das Holz 1475 gefällt wurde; es gilt als mittelalterlicher Vorläufer der Leiter der Fahrt. Im deutschen Raum wird es als einmalig bezeichnet.
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