Villa Plange, Modernistische Villa in Soest, Deutschland.
Die Villa Plange ist ein modernistisches Wohnhaus in Soest mit einem würfelförmigen Grundriss und roten Backsteinfassaden, das durch große weiß gestrichene Holzfenster und ein flaches Dach mit nur 5 Grad Neigung geprägt wird. Die offene Raumaufteilung und großen Fenster sorgen für helle Innenräume und schaffen eine visuelle Verbindung zur umgebenden Landschaft.
Das Gebäude wurde 1927 für Johanna und Kapitän Wilhelm Plange erbaut und folgte modernistischen Designprinzipien der Zeit. Nach schweren Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs wurde es nach den ursprünglichen Plänen wiederaufgebaut und existiert heute in dieser rekonstruierten Form.
Das Kölner Atelier von Bruno Paul entwarf nicht nur das Haus, sondern auch einen Großteil der Inneneinrichtung: Möbel, Teppiche und Lampen, gefertigt vom Richmodishaus in Köln, einer Zweigstelle der Deutschen Werkstätten Hellerau. Ein Teil dieser Ausstattung kam später aus einem Nachlass an den Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest und steht wieder im Haus, ebenfalls unter Denkmalschutz. Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich.
Das Gebäude beherbergt heute die Wirtschaftsförderung des Kreises Soest und ist in seinen Räumen nicht für Besichtigungen durch die Öffentlichkeit zugänglich. Eine Besichtigung der Außenarchitektur ist jedoch jederzeit möglich und bietet Einblick in die modernistische Formgebung.
Im März 2010 war die Villa „Denkmal des Monats“ des Arbeitskreises Historische Stadt- und Ortskerne Nordrhein-Westfalen. Die Auszeichnung lenkte den Blick auf ein Gebäude, das von 1986 bis 2011 das Kreisarchiv beherbergte. Seither ist es Sitz der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest.
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