Behrensbau, Industriedenkmal in Oberschöneweide, Deutschland
Das Behrensbau ist eine Fabrik in Oberschöneweide mit einem markanten zentralen Turm von etwa 70 Metern Höhe, kräftigen Stützpfeilern und mehrfach gestuften Gesimsen in U-förmiger Anordnung. Das Gebäude besteht aus Ziegeln und Stahlkonstruktion und prägt mit seiner Höhe und Massivität das Bild des Industriegeländes.
Emil Rathenau beauftragte 1914 den Architekten Peter Behrens mit dem Entwurf dieser Fabrik, die 1917 fertiggestellt wurde. Das Gebäude war bei seiner Vollendung eines der höchsten in Deutschland und war jahrzehntelang ein Wahrzeichen der Berliner Industrie.
Der zentrale Turm mit seiner Lichthoftreppe und den umlaufenden Galerien zeigt, wie Fabrikgebäude in der frühen industriellen Moderne funktional und eindrucksvoll zugleich gestaltet wurden. Besucher können heute sehen, wie Arbeitsbereiche und Verkehrswege ineinander verflochten waren.
Das Gebäude befindet sich auf einem großen Fabrikgelände mit mehreren Zugängen, und am besten orientiert man sich zuerst vom Außenbereich, um die Gesamtkomplexität zu erfassen. Der Innenhof mit den Galerien ist zugänglich und bietet Ruhepunkte bei der Erkundung der Anlage.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fabrik umgestellt, um spezialisierte Elektronenröhren für Radargeräte herzustellen, anstatt wie ursprünglich Fahrzeugkomponenten zu produzieren. Diese Umstellung spiegelt wider, wie Berlins Industrie während des Krieges völlig neu ausgerichtet wurde.
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