St. Johannes, Backsteingotische Kirche in Werben, Deutschland
St. Johannes ist eine dreischiffige Hallenkirche mit polygonaler Choranlage, errichtet aus roten Backsteinen mit hohen Mauern. Das Gebäude zeigt Stilmerkmale der Backsteingotik und enthält zahlreiche verzierte Fenster aus verschiedenen Bauphasen.
Das Gebäude entstand nach 1160, als die Festung an die Johanniter übergeben wurde, und durchlief mehrere Umbauphasen bis zur Weihe 1466. Die Baugeschichte spiegelt die religiösen und architektonischen Entwicklungen über mehrere Jahrhunderte wider.
Der Choraltar besteht aus zwei 1721 übereinandergesetzten Retabeln: Das untere von etwa 1430 zeigt das Marienleben in acht Reliefs, das obere, fast ein Jahrhundert jüngere, ist der Dreifaltigkeit gewidmet. In der Nordkapelle steht ein Schnitzaltar vom Anfang des 16. Jahrhunderts mit Gertrud und Ottilie neben der Muttergottes.
Das Gebäude ist während der wärmeren Monate täglich zugänglich, wobei Besuche in der kalten Jahreszeit eine vorherige Absprache mit dem Pfarramt erfordern. Eine gute Planung der Besuchszeit hilft, Enttäuschungen zu vermeiden.
Das messingene Taufbecken ist auf 1489 datiert, nicht auf 1488, und wurde vom Hamburger Gießer Harmen Bonstede gegossen, demselben Handwerker, der 1488 den monumentalen fünfarmigen Standleuchter schuf. Beide Stücke gehören zum erhaltenen mittelalterlichen Inventar der Kirche.
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