Beguinenhaus, Mittelalterliche Kapelle in Havelberg, Deutschland
Das Beguinenhaus ist eine kleine mittelalterliche Kapelle in Havelberg mit Sandstein-Reliefs an der Fassade. Der Eingangsbereich zeigt geschnitzte Szenen von der Geißelung und Kreuzigung Christi, die nach 1401 entstanden sind.
Die Kapelle wurde um 1390 gegründet, als Dietrich Kremer und seine Frau Elisabeth einen Altar für den Heiligen Geist und den Heiligen Andreas stifteten. Später wurde das Gebäude während der Reformation in eine Begine umgewandelt, wo Frauen gemeinsam lebten.
Das Haus war lange Zeit ein Ort, an dem Frauen zusammen lebten und arbeiteten. Sie pflegten Kranke, kümmerten sich um Verstorbene und waren Teil des täglichen Lebens in der Stadt.
Der Ort ist Teil einer historischen Stadtrundgang und wird mit informativen Tafeln erklärt. Gedruckte Führer zur Geschichte der Stadt sind in der Touristeninformation erhältlich.
Das Gebäude ist eines von nur zwei erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken auf der Stadtinsel. Zusammen mit der Stadtkirche bildet es eine seltene Gruppe von Überresten aus dieser Zeit.
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