Romanisches Haus, Mittelalterliche Kapelle in Werben, Deutschland.
Die Lambertikapelle ist ein schlichter rechteckiger Backsteinbau vom Anfang des 13. Jahrhunderts in Werben, südwestlich der St.-Johannis-Kirche. Ihre Giebel tragen das Johanniterkreuz, und sie zeigt romanische Rundbögen sowie einen frühgotischen Spitzbogen im vermauerten Fenster an der südlichen Ostwand. Neuere Erkenntnisse bezweifeln, dass sie je als Kapelle diente, und deuten auf den Wohnsitz eines ranghohen Ordensangehörigen hin.
Der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete Backsteinbau ist das älteste Zeugnis der Bautätigkeit des Johanniterordens in Werben. Dessen Komturei war zunächst für Sachsen, die Mark Brandenburg, Pommern und das Wendland zuständig und wurde später Verwaltungszentrale der Ballei Brandenburg. Nach der Auflösung des Templerordens 1312 erhielten die Johanniter durch päpstliche Verfügung Templerbesitz; der Vertrag von Kremmen ließ ihnen ein Drittel, genug für die Gründung einer Ballei. Seit 2020 wird das Bauwerk in Abschnitten saniert.
Der Name des Baus stammt aus dem Dehio-Handbuch, das ihn als ehemalige Lambertikapelle der Johanniter-Komturei bezeichnet; neuere Forschungen bezweifeln jedoch eine sakrale Nutzung und vermuten den Wohnsitz eines ranghohen Ordensangehörigen. Das Johanniterkreuz in den Giebeln markiert die Präsenz des Ordens in Werben.
Der Backsteinbau steht südwestlich der St.-Johannis-Kirche in Werben und ist nicht öffentlich zugänglich; Besucher sehen die Außenseite mit den Johanniterkreuzen in den Giebeln. Seit 2020 wird das Gebäude abschnittsweise saniert, daher können Gerüste Teile der Fassade verdecken.
Das Bauwerk ist aus Backstein, nicht aus Stein, und seine Giebel tragen das Johanniterkreuz des Johanniterordens. Neuere Forschungen bezweifeln, dass es je eine Kapelle war: Möglicherweise war es der Wohnsitz eines ranghohen Ordensangehörigen. Seit 2020 wird es abschnittsweise saniert.
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