Algenhaus, Bioreaktorhaus in Wilhelmsburg, Hamburg, Deutschland
Das Algenhaus ist ein Wohngebäude in Wilhelmsburg mit speziellen Glaspanelen an den Fassaden, in denen Mikroalgen wachsen. Diese Paneele bedecken die südwestliche und südöstliche Seite und erzeugen eine grüne, sich ständig verändernde Oberfläche.
Das Gebäude wurde als experimentelles Projekt entwickelt und 2011 fertig gestellt. Es entstand als Teil einer großen Ausstellung für neue Baukonzepte in Hamburg.
Der Name Algenhaus rührt von den Mikroalgen in den Glaspanelen der Fassade, deren Farbe sich beim Kreisen der Biomasse vor den Augen der Bewohner und Passanten verändert. Die 129 Einheiten fassen 3 500 Liter Wasser; von unten ausgestoßene Luftblasen halten die Algen in Bewegung. Wann sie dicht genug zur Ernte sind, entscheidet die Biotechnologiefirma SSC; ein Kilogramm Trockenmasse wird auf rund 30 Euro geschätzt.
Das Haus kann von außen besichtigt und fotografiert werden, wobei die Algenpaneele bei sonnigem Wetter am besten sichtbar sind. Der Zugang zum Innenraum ist begrenzt, daher sollten Besucher sich vorher erkundigen, ob Führungen verfügbar sind.
Das Gebäude war weltweit eines der ersten, das Mikroalgen in großem Umfang zur Energieerzeugung in den Fassaden einsetzt. Diese Technologie ermöglicht es den Algen, Wärme und Biomasse zu produzieren und gleichzeitig natürliches Licht ins Gebäude zu filtern.
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