Kronenbrücke, Brücke über die Dreisam in Freiburg im Breisgau, Deutschland.
Die Kronenbrücke ist eine moderne Brücke über die Dreisam im Zentrum Freiburgs mit zwei Fahrspuren für Fahrzeuge und separaten Wegen für Fußgänger und Radfahrer. Das aktuelle Bauwerk ist für die Integration einer neuen Straßenbahnlinie ausgelegt und ersetzt eine ältere Konstruktion mit ovaler Zwillingsform.
An dieser Stelle lag im Mittelalter ein Holzsteg der Handelsstraße Frankfurt–Basel. 1869 ersetzte ihn eine Eisenkonstruktion mit Steinunterbau, die nach einem Dreisamhochwasser einstürzte und wieder aufgebaut wurde. Die breitere Friedrichsbrücke, benannt zum Thronjubiläum Großherzog Friedrichs I., wurde 1903 eingeweiht. 1969 folgte die ovale Doppelbrücke Kronenbrücke, ab 2015 abgerissen; die neue Brücke wurde Ende 2018 freigegeben.
Der Name stammt von der Kronenstraße, die er in die Altstadt führt; die ovale Doppelbrücke von 1969 brachte ihm den Spitznamen „Elefantenklo“ ein. Das Jugendstil-Geländer von 1903 mit Drachen und Löwenkopf-Laternen kam an die Schnewlinbrücke, die auch den Spitznamen „Schwiegermutterbrücke“ übernahm.
Über die Brücke führt der Radweg FR 6, der den FR 1 quert; damit ist sie eine der zentralen Radverkehrskreuzungen Freiburgs, mit getrennten Wegen für Fußgänger und Radfahrer. Seit Februar 2015 war sie für Kraftfahrzeuge gesperrt; östlich davon diente von Juni 2015 bis Dezember 2018 eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer.
Der Neubau von 2017 nutzt eine Stahlbetonkonstruktion mit Knoten aus Gussstahl, ungewöhnlich für eine Ausdehnung von 40 mal 40 Metern. Acht Schwerlasttransporter aus Steinach am Brenner lieferten je ein 25 Tonnen schweres Stahldreieck, und in einer 13-stündigen Nachtschicht gossen 70 Arbeiter 1.200 Kubikmeter Beton.
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