Martinstor, Mittelalterliches Stadttor in Freiburg im Breisgau, Deutschland.
Das Martinstor ist ein weiß verputzter Steinturm mit rotbraunen Eckquadern und Gewänden, bekrönt von einem steilen Kupferhelm in blassem Grün, dem zwei kleinere Türme mit grünen Dächern zur Seite stehen. Auf halber Höhe der Stirnseite sitzt eine runde Uhr mit goldenen Ziffern, oben belüftete Öffnungen. Der Grundriss misst 10 auf 11 Meter, die Südmauer ist unten 3,10 m stark.
Dendrochronologische Untersuchungen datieren die Holzbalken auf 1202; 1238 wurde das Tor erstmals als Porta Sancti Martini urkundlich erwähnt. Später diente es als Gefängnis, dessen Insassen man den St.-Martinsmantel umgehängt haben soll. 1901 erhöhte Carl Schäfer den Turm von 22 auf 60 Meter und fügte ein Dach im Stil des 15. Jahrhunderts hinzu; daneben entstand ein zweiter Torbogen.
Der Name des Tors stammt von seiner mittelalterlichen Bezeichnung Porta Sancti Martini; seit dem 17. Jahrhundert schmückte ein Gemälde des heiligen Martin von Tours die städtische Seite, die letzte Fassung von Wilhelm Dürr (1851) wurde 1968/69 entfernt, die Fläche ist bis heute leer. Neben dem Torbogen nennt eine Tafel Marghareta Mößmer, Catharina Stadelmann und Anna Wolffart, die 1599 hingerichtet wurden.
Das Tor befindet sich auf der Haupteinkaufsstraße Freiburgs und ist tagsüber frei zugänglich als Fußgängerzone. Man sollte beachten, dass Fahrzeuge auch durch die Durchfahrt fahren und der Platz zu Stoßzeiten voll von Besuchern und Einwohnern ist.
Der McDonald's sitzt nicht im mittelalterlichen Turm, sondern im westlich angebauten Torbau von 1901. Der Freiburger Stadtrat verhinderte das rot-gelbe Logo der Kette über dem Torbogen und ließ nur einen neutralen Hinweis zu. Im angrenzenden Martinsgässle liegen die Markthalle, das Theater am Martinstor und das Martinsbräu.
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