Haller, Mittelalterliches Architekturdenkmal in Monschau, Deutschland.
Der Haller ist eine Turmburg aus dem 12. oder 13. Jahrhundert auf einem steil abfallenden Felsen gegenüber der Burg Monschau. Der Wohn- und Verteidigungsturm ist auf drei Seiten von bis zu 2,5 Meter dicken Mauern umgeben. Der östliche und nördliche Turmsockel weisen keine Kanten auf, was vermuten lässt, dass der Sockel aus dem Felsen herausgearbeitet wurde.
Der Haller gilt als älter als die Burg Monschau; da der Platz um ihn keine Erweiterung bot, gründeten die Limburger die Burg auf der anderen Seite der Rur. Eine aquarellierte Zeichnung des 17. Jahrhunderts nach einem älteren Stich zeigt den Turm bei der Eroberung Monschaus 1543 noch mit Dach. Eine Rentmeisterrechnung von 1570/71 belegt, dass Teile des Haller zur Erhöhung des Eselsturms abgetragen wurden, wobei die vordere Mauer und Dachleien zur Wiederverwendung aufbewahrt wurden.
Der Turm unterstand dem Fürstenhaus, nicht den Bürgern: Eine Zeugenaussage von 1612 belegt, dass der Haller seit undenklichen Zeiten von Seiner Fürstlichen Gnaden und dessen Vorfahren in Bau und Bewachung gehalten wurde, ohne die Bürger je zu belasten. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts diente er als Pulverlager, auf dem Turm war ein Wachhaus eingerichtet.
Der Haller steht auf einem steil abfallenden Felsen gegenüber der Burg Monschau über der Stadt; der Turmsockel scheint aus dem Felsen herausgearbeitet, da der östliche und nördliche Sockel keine Kanten aufweisen. Die bis zu 2,5 m dicken Mauern umschließen ihn auf drei Seiten. Festes Schuhwerk ist auf dem Fels und am Hang ratsam.
1971 verhüllten Christo und Jeanne-Claude den Haller und den Eselsturm der Burg unter dem Titel projekt mon SCHAU. Die Mauern sind bis zu 2,5 m dick, und es wird vermutet, dass der Turmsockel aus dem Felsen herausgearbeitet wurde, da der östliche und nördliche Sockel keine Kanten aufweisen.
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