Großsteingrab Linsburg, Großsteingrab in Linsburg, Deutschland.
Das Großsteingrab Linsburg ist der Rest einer jungsteinzeitlichen Grabanlage im Grinderwald, etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Linsburg. Fünf eiszeitliche Granitfindlinge, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, sind auf einer kleinen Kuppe oberflächlich sichtbar; sie stehen als Naturdenkmale unter Schutz. Die Stelle wird von alters her „Bei den fünf Steinen“ genannt.
Das Grab wird in der Quelle auf etwa 3500 v. Chr. datiert. 1976 fand man bei einer Grabung Trockenmauerwerk zwischen zwei Steinen; im August 2015 untersuchten Studierende der Universität Hamburg unter Leitung der Archäologin Britta Ramminger 60 m² und fanden neolithische Keramikscherben, eine steinerne Pfeilspitze der Trichterbecherkultur und Holzkohle. Eine Grabkammer in situ ließ sich nicht nachweisen, was auf eine spätere Verlagerung der Steine hindeutet.
Die Anlage zeigt, wie frühe Bauern der Region ihre Toten in Gemeinschaftsgräbern bestatteten und dabei Steine von weit her transportierten. Diese Bauweise spiegelt die Zusammengehörigkeit von Dorfgemeinschaften wider, die gemeinsam solche aufwendigen Denkmäler errichteten.
Das Grab liegt in einer offenen Landschaft und ist zu Fuß erreichbar, erfordert aber geeignetes Schuhwerk wegen des häufig feuchten Untergrunds. Der Ort bietet wenig Schutz vor Wetter, daher sind Kleidung für wechselhaften Bedingungen und eine Taschenlampe für das Innere hilfreich.
Die Stelle ist in der Gegend als „Bei den fünf Steinen“ bekannt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein großer Stein mit einer Zugmaschine nach Linsburg transportiert und 1921 auf dem Schulberg als Kriegerdenkmal mit den Namen von 33 gefallenen Soldaten aufgestellt. Der Verbleib von zwei weiteren Steinen ist ungeklärt.
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