Kastell Oberstimm, Römisches Militärfort bei Oberstimm, Deutschland
Oberstimm ist ein römisches Auxiliarkastell in Bayern, das an der Kreuzung zweier wichtiger Römerstraßen liegt und etwa 1,4 Hektar umfasst. Die Überreste zeigen die typische Grundrissform eines römischen Militärlagers mit den Resten der Befestigungsmauern aus der zweiten Bauphase.
Die Befestigung wurde zwischen 45 und 50 n.Chr. als Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes errichtet, um die Reichsgrenze zu schützen. Eine zweite Bauphase um 80 n.Chr. erweiterte die Anlage erheblich, um zusätzliche Kavallerie aufzunehmen.
Der Name "Oberstimm" verweist auf die historische Siedlung, die sich um das römische Fort entwickelte. Besucher können heute noch die Grundrisse der Befestigungsanlagen erkennen, die zeigen, wie die Römer ihre Verteidigungslinien organisierten.
Das Gelände ist leicht erreichbar und kann zu Fuß erkundet werden, da die Grundmauern noch sichtbar sind. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Sicht auf die Ruinen am klarsten.
Bei Ausgrabungen in den 1960er Jahren wurden zwei römische Patrouillenboote gefunden, die heute im Römer- und Keltenmuseum in Mauching ausgestellt sind. Diese Funde zeigen, dass das Fort auch als Flussstation für die Kontrolle der Wasserstraßen diente.
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