Kommandantenstraße 9–12, Kulturdenkmal in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Kommandantenstraße 9-12A ist ein Gebäudekomplex mit Backsteingotik-Architektur in Berlin-Steglitz-Zehlendorf. Der Hauptbau enthält 48 Wohneinheiten und wird durch zwei weitere 1997 errichtete Strukturen mit 38 zusätzlichen Wohnungen ergänzt.
Christoph Rother gründete 1840 die Stiftung, um unverheirateten Töchtern von Offizieren und Beamten Wohnraum zu bieten. Das Gebäude entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem bedeutenden sozialen Projekt der Berliner Wohnungsgeschichte.
Der dreiflügelige Bau zeigt Merkmale der institutionalen Architektur des späten 19. Jahrhunderts mit seinem Haupteingang an der Kreuzung zweier Straßen. Die rote Backsteinfassade mit dekorativen Friesen prägt bis heute das Bild dieser Berliner Ecke.
Das Gebäude liegt an der Kreuzung Friedrichstraße und Kommandantenstraße und ist vom Gehweg aus gut sichtbar. Besucher können die Architektur von außen betrachten und die charakteristische Backsteinfassade mit ihren dekorativen Elementen beobachten.
Ein Gedenkstein vor dem Grundstück erinnert an Betti Kierski, eine jüdische Bewohnerin, die 1938 während der Nazi-Verfolgung vertrieben wurde. Diese Inschrift dokumentiert ein persönliches Schicksal inmitten der institutionalen Geschichte des Ortes.
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