Hakenkrümme, Flussformation in Aue, Deutschland
Die Hakenkrümme ist eine eng zusammengezogene, fast kreisförmige Flussschleife des Schwarzwassers zwischen Aue und Lauter im Erzgebirge Sachsens. Zwei denkmalgeschützte Eisenbahnbrücken der Linie Schwarzenberg-Zwickau überspannen diese Krümmung seit 1858 und verbinden die angrenzenden Gemeinden.
Das Gebiet um die Hakenkrümme war bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg Ort von Bergbauaktivitäten, wobei Silberminen ab dem frühen 16. Jahrhundert betrieben wurden. Diese bergbauliche Vergangenheit prägte die Region über Jahrhunderte, bevor sich die Nutzung später grundlegend veränderte.
Das Gelände war lange Zeit ein wichtiger Ort zum Schwimmen und Erholen für die Bewohner der umgebenden Gemeinden. Ein öffentliches Freibad, das 1921 eröffnet wurde, zog Menschen aus der ganzen Gegend an, bis es 1945 geschlossen wurde.
Das Gelände ist mit den Eisenbahnbrücken leicht zu erreichen und bildet einen natürlichen Aussichtspunkt für die Flussschleife. Die beste Zeit für einen Besuch ist an Tagen mit wenig Zugverkehr, wenn man die Stille der Umgebung besser genießen kann.
Das Gelände wurde 1924 von einer Bergbauanlage in eine Anlage zur Stromerzeugung umgewandelt, wobei ein 800 Meter langes Tunnelsystem für die Wasserkraftproduktion errichtet wurde. Diese Umgestaltung zeigt, wie Industrialisierung und Energiebedarf den Charakter solcher Orte grundlegend veränderten.
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