Jagdschloss Haideburg, Gotisches Jagdschloss in Dessau-Roßlau, Deutschland
Das Jagdschloss Haideburg ist ein zweigeschossiger Backsteinbau in neogotischen Formen mit rechteckigem Grundriss, der auf der Ostseite von zwei oktogonalen Ecktürmen begrenzt wird. Dazwischen liegt ein Ruinengiebel mit spitzbogigen Blendbögen, Spitzbogenfenstern und Halbsäulen. Der fünfgeschossige Nordostturm trägt ein Spitzdach mit vier Wichhäuschen, das Satteldach ist nach Süden abgewahlt und mit Biberschwanz gedeckt.
Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau ließ es 1782 bis 1783 von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff als Jagdschloss und Oberförsterei errichten, nach dem Vorbild des preußischen Krönungsschlosses in Königsberg in kleinerer Form. 1903 wurden ein Erweiterungsbau und mehrere Nebengebäude ergänzt. Seit 2000 gehört es zum UNESCO-Welterbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs.
Der Ruinengiebel mit spitzbogigen Blendbögen, Spitzbogenfenstern und Halbsäulen zwischen den beiden oktogonalen Osttürmen ist ein neugotisches Element des ursprünglichen Baus von 1782–1783, nicht des Anbaus von 1903. Der Entwurf soll eine kleinere Nachbildung des preußischen Krönungsschlosses in Königsberg sein.
Das Gebäude befindet sich an der Heidebrückenweg 28 in Haideburg und dient heute als Forstamtsverwaltung. Besucher können das Gelände meist nur während spezieller Veranstaltungen betreten, daher ist es sinnvoll, sich vorher über aktuelle Öffnungsmöglichkeiten zu erkundigen.
Der Ruinengiebel mit spitzbogigen Blendbögen, Spitzbogenfenstern und Halbsäulen sitzt auf der Ostseite zwischen den beiden oktogonalen Ecktürmen, nicht am Erweiterungsbau von 1903. 1903 kamen ein Erweiterungsbau und mehrere Nebengebäude im Stil des Historismus hinzu, die mit dem Schloss einen langgestreckten rechteckigen Hof bilden.
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