Jakobuskirche, Evangelische Kirche im Zentrum von Dessau, Deutschland
Die Jakobuskirche war eine evangelische Kirche in der Dessauer Innenstadt mit Elementen der Neoromanik wie Rundbogenfenster. Das Gebäude konnte etwa 900 Gemeindeglieder in seinem Kirchenschiff aufnehmen.
Das Gebäude wurde nach einem Entwurf von Architekt Gustav Teichmüller 1908 eröffnet. Im Jahr 1977 fiel die Kirche dem Abriss zum Opfer, nachdem die SED-Diktatur ihre Nutzung nicht mehr unterstützte.
Die Kirche war ein wichtiger Ort für die evangelische Gemeinde Dessaus, wo Taufen, Trauungen und Trauerfeiern stattfanden. Diese Gottesdienste prägten das religiöse Leben vieler Familien in der Stadt über Jahrzehnte hinweg.
Bei einem Besuch sollte man beachten, dass das Original-Gebäude nicht mehr steht, sondern das Gemeindezentrum Jakobus-Gemeindehaus von 1980 an seiner Stelle das Erbe bewahrt. Gegenstände wie der Altar und die Taufschale sind dort zu sehen.
Ein verkohltes Kruzifix aus dem Bombardement von 1945 überlebte die Zerstörungen und hängt heute im Gemeindehaus als stilles Zeugnis der Vergangenheit. Dieses beschädigte Kunstwerk verbindet die Geschichte des Krieges mit dem Weiterleben der Gemeinde.
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