St. Michael, Moderne Betonkirche in Mariahof, Trier, Deutschland
St. Michael ist eine moderne katholische Pfarrkirche in Trier-Mariahof, 1968/69 vom Architekten Konny Schmitz als gestufte Betonpyramide errichtet. Fünf Stufen erheben sich über einem Grundriss von 33 × 36 m bis 15 m über dem leicht versetzten Altar, ohne Säulen im Innenraum. Die Bauelemente sind aufeinandergesetzt, jede Stufe ruht auf der vorigen, und die Träger laufen außen als Wasserläufe weiter.
Mariahof wurde Anfang der 1960er Jahre als Modellstadt flach gedeckter Häuser auf einem lang gestreckten Hügel entworfen; die Stufensilhouette des Viertels griff man auf, als 1965 eine Kirche für dessen Zentrum geplant wurde. Der Dillinger Architekt Konny Schmitz gewann mit einer Stufenpyramide aus Beton den 1. Preis; 1968 wurde der Grundstein gelegt, 1968/69 die Kirche errichtet. Die Altarzone wurde 1982 zur Konsekration fertiggestellt.
Die Eingangstüren flankieren große Glasfenster von Jakob Schwarzkopf in gegenständlicher, feinliniger Malerei. Wie eine Ouvertüre stellen sie das Programm der Kirche vor: Szenen des Alten und Neuen Testaments sind einander gegenübergestellt, von Moses am Felsen und dem Manna in der Wüste über die Hochzeit zu Kana und die Brotvermehrung bis zu Elija unter dem Ginsterbusch und den Emmausjüngern.
Besuchende sollten beachten, dass die Kirche zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet ist und es sinnvoll ist, vorher die Öffnungszeiten zu überprüfen. Eine Führung durch das Innere hilft, die vielen Details und die Anordnung des Raumes besser zu verstehen.
Die Kirche hat keine Säulen: Jede der fünf Betonstufen ruht auf der darunterliegenden, und die Träger sind nach außen als Wasserläufe durchgezogen, die der Fassade ihre Struktur geben. Im Inneren entstehen durch die Stufenform Würfel von 3 × 3 × 3 m im Stil des Neokubismus, und das Tageslicht fällt von oben durch große Glaskuppeln im Dach ein.
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