Spitalkirche Heilig Geist, Rokokokirche in Füssen, Deutschland.
Die Spitalkirche Heilig Geist ist eine Rokokokirche, die 1748/1749 von Franz Karl Fischer erbaut wurde, mit einfachem rechteckigem Grundriss und Satteldach. Die Fassade hat einen Glockengiebel in Volutenform mit zwei Glocken, konkav einschwingende Ecken und ein großes muschelförmiges Fenster über dem Portal. Innen hat der Bau ein fast quadratisches einschiffiges Langhaus mit rechteckigem Chor unter einer Pendentifkuppel.
Das Bürgerehepaar Borhoch stiftete 1465 das Geld für ein Spital, dessen gotische Kirche 1467 bis 1469 entstand. Diese brannte 1733 mit dem Spital und der benachbarten Stadtmühle ab; das Spital war bis 1735 wieder aufgebaut. Die Rokokokirche errichtete 1748/1749 Baumeister Franz Karl Fischer nach dem Vorbild der Klosterkirche Dillingen, die sein Vater gebaut hatte. 1978 wurde sie außen restauriert.
Die Fassadenmalerei von Joseph Anton Walch zeigt am Giebel die hl. Dreifaltigkeit, das Wappen des Augsburger Bischofs Joseph, links des großen Fensters den hl. Florian und rechts den hl. Christophorus, Schutzpatron der Lechflößer, deren Zunft in der Kirche ihre Jahresmessen abhielt. Innen zeigt das Chorfresko den Heiligen Geist mit den Tugenden Caritas, Clementia und Fides, die Deckenfresken im Langhaus die sieben Gaben des Heiligen Geistes und die sieben Sakramente.
Die Kirche steht an der Spitalgasse 2, wo die Gasse in die Lechhalde mündet; ihre Fassade liegt in der Sichtachse hinunter zur Theresienbrücke. Die Lechhalde ist heute verkehrsberuhigt. Das Gebäude ist mit dem Alten Spital (Spitalgasse 6) und dem Neuen Spital (Spitalgasse 4) verbunden; vom Spital gelangt man über einen Balkon über dem Chor direkt in die Kirche.
Die Fassadenmalerei von Joseph Anton Walch zeigt rechts des großen muschelförmigen Fensters den hl. Christophorus, Schutzpatron der Lechflößer, deren Zunft in der Kirche ihre Jahresmessen abhielt. Links ist der hl. Florian dargestellt, wohl in Erinnerung an die 1733 abgebrannte Vorgängerkirche.
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