Harmelin-Haus, Geschäftsdenkmal an der Nikolaistraße, Leipzig, Deutschland.
Das Harmelin-Haus ist ein fünfgeschossiges Geschäftsgebäude an der Nikolaistraße, das sich mit einer Länge von etwa 63 Metern (207 Fuß) entlang der Straße erstreckt und mit mehreren Erkern sowie bildhauerischen Verzierungen an der Fassade gekennzeichnet ist. Das Erdgeschoss beherbergt Einzelhandelsflächen, während die oberen Stockwerke das Mittelalterliche Kriminalmuseum beherbergen und die gesamte Struktur aus hellem Kalkstein gefertigt ist.
Emil Franz Hänsel entwarf diese Struktur 1913 für Marcus Harmonelins Pelzhandelsunternehmen, das bis zu seiner erzwungenen Liquidation 1939 erfolgreich tätig war. Das Gebäude überstand die Kriegsjahre und wurde später umgestaltet, um kulturelle Einrichtungen zu beherbergen, wodurch sich sein ursprünglicher Geschäftszweck grundlegend änderte.
Das Gebäude zeigt die Formensprache der Reformarchitektur mit detaillierten Kalksteinkarvuren, Fensterbögen und feinem Reliefwerk, das für die Gestaltung der frühen 1900er Jahre charakteristisch ist. Wer aufmerksam an der Fassade vorbeigehen, kann die handwerklichen Details und die sorgfältig gestalteten Ornamente erkennen, die den Baustil dieser Zeit widerspiegeln.
Das Gebäude liegt an der Kreuzung der Nikolaistraße und Richard-Wagner-Straße im Zentrum von Leipzig und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Zugang ist ebenerdig möglich und die Bereiche sind gut ausgeschildert, was die Orientierung beim Erkunden der Retail-Bereiche und des Museums vereinfacht.
Archäologische Ausgrabungen unter der benachbarten Baustelle offenbarten ursprüngliche Keller aus den Pelzhandelsgeschäften der Familie Harmelin. Diese unterirdischen Räume zeigen, wie intensiv der Handel in diesem Gebiet betrieben wurde und welche Infrastruktur dafür erforderlich war.
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