Schutzfelsen Pentling, Geotop und Felswand in Pentling, Deutschland
Der Schutzfelsen Pentling ist eine Felswand an der Donau, etwa 800 Meter östlich von Sinzing am Südrand des Naturschutzgebiets Max-Schultze-Steig. Er ist die Typlokalität der Schutzfels-Formation, einer Folge tonig-sandiger Sedimente der Unterkreide, die in einer Karsthohlform im oberjurassischen Kalkstein abgelagert wurden. Das überhängende Dach bildet Regensburger Grünsandstein; in der Wand liegt die Schutzfelshöhle, eine etwa 13 Meter breite, 5 Meter tiefe und 4 Meter hohe Halbhöhle.
Der Ort wurde 1854 vom Geologen Carl Wilhelm Gümbel erstmals dokumentiert, der die Kontaktzone zwischen Jurakalken und der Regensburger Grünsandsteinformation untersuchte. Diese Entdeckung machte den Schutzfelsen zu einem wichtigen Referenzort für die geologische Stratigraphie dieser Region.
Der Name Schutzfelsen geht auf den Botaniker David Heinrich Hoppe zurück, der während eines Unwetters unter dem Felsdach Schutz suchte. Am 14. Mai 1790 gründete er in Regensburg die Regensburgische Botanische Gesellschaft, die älteste noch bestehende botanische Vereinigung der Welt. Zu seinen Ehren wurde 1790 eine Gedenktafel am Felsen angebracht, 1890 erneuert und als Baudenkmal (D-3-75-180-22) ausgewiesen; der Felsen heißt auch Hoppefelsen.
Das Gelände ist über die Ausfahrt 45 Regensburg Süd der Autobahn A93 erreichbar, von dort folgt man den Beschilderungen nach Pentling. Informationstafeln vor Ort erklären die geologische Bedeutung dieses Aufschlusses.
Die Sedimente der Schutzfels-Formation sind gewöhnlich rein weiß, gelblich oder grünlich, reichlich organische Substanz kann sie aber schwarz färben; besonders auffällig ist leuchtendes Rot, Violett bis Blau. Die Gerölle erreichen einen Durchmesser von 4 bis 5 cm, schwarze Lydite sind häufig. Gelegentlich treten Markasit-Knollen mit schalig-konzentrischem Aufbau und Verkieselungen auf.
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