Zivilschutzbunker Köln-Kalk, Tiefbunker aus dem Kalten Krieg in Kalk, Deutschland
Der Zivilschutzbunker Köln-Kalk ist ein unterirdischer Schutzraum unter der Kalker Hauptstraße, der zwei Ebenen umfasst und mit der U-Bahn verbunden ist. Die Anlage war mit eigenständigen Systemen ausgestattet: Wasserpumpen aus einem Hausbrunnen, ein Schiffsmotor als Stromquelle und eine leistungsstarke Belüftung für den Notfall.
Der Bunker wurde 1979 während des Kalten Krieges als Zivilschutzanlage errichtet, um die Bevölkerung vor nuklearen, biologischen und chemischen Bedrohungen zu schützen. Er gehört zu einer Periode, in der solche Schutzräume in vielen westeuropäischen Städten als ernsthafte Verteidigungsmaßnahmen gebaut wurden.
Der Ort trägt das Gepräge seiner Bestimmung als Schutzraum für die Bevölkerung während einer möglichen Krise. Besucher können sehen, wie die Räume für längere Aufenthalte ausgelegt waren und welche Gedanken man sich zur Versorgung gemacht hat.
Der Bunker wird heute durch das Dokumentationszentrum Kalter Krieg für Führungen geöffnet, bei denen Besucher die komplette erhaltene Anlage erkunden können. Der Zugang erfolgt über die U-Bahn-Station und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse.
Das Bauwerk ist die einzige vollständig erhaltene Zivilschutzanlage in Köln und besitzt massiven Schutztüren aus Stahlblech von der Bochumer Eisenhütte Heintzmann. Diese handgefertigten Türen sind 40 Zentimeter dick und zeigen noch heute die Ingenieurskunst der Nachkriegsjahre.
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