Neißeviadukt in Görlitz, Eisenbahnviadukt in Görlitz, Deutschland
Der Neisse-Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke, die sich über 475 Meter über die Lausitzer Neiße erstreckt und Deutschland mit Polen verbindet. Das Bauwerk besteht aus dreißig runden Bögen aus lokalem rötlichem Granit mit Brüstungen aus weißem Sandstein und spannt sich hoch über dem Fluss.
Das Viadukt wurde 1844 begonnen und 1847 fertiggestellt, um die Eisenbahnstrecke der Lower Silesian-Mark Railway Company über die Neiße zu führen. Die Konstruktion unter dem Baumeister Gustav Kießler machte es zu einer der ersten großen Eisenbahnbrücken in Deutschland.
Die Brücke verkörpert die gemeinsame Geschichte zweier Länder und zeigt, wie Eisenbahninfrastruktur die Grenze zwischen Deutschland und Polen überbrückt. An beiden Ufern entstanden unterschiedliche Stadtteile, die heute beide von diesem Bauwerk geprägt sind.
Das Viadukt ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet sich für einen Spaziergang oder eine Foto-Pause an, egal ob man von der deutschen oder polnischen Seite kommt. Der beste Blick auf die Struktur erhält man von unten am Fluss oder von den Wegen auf beiden Seiten des Viadukts.
Das Bauwerk überragt den Fluss um etwa 35 Meter und war für seine Zeit eine bemerkenswerte technische Leistung, die damals ein Zeichen für die Modernisierung der Eisenbahn in Europa war. Seine robuste Konstruktion mit den Granitbögen ermöglichte es, dass die Brücke bis heute ohne große Veränderungen bestehen kann.
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