Zgorzelec, Grenzgemeinde in Niederschlesien, Polen.
Zgorzelec ist eine Grenzgemeinde in der Woiwodschaft Niederschlesien an der Lausitzer Neiße, die hier das polnische Stadtgebiet vom deutschen Görlitz trennt. Beide Ortsteile bilden seit der Nachkriegszeit zwei getrennte Verwaltungen, obwohl sich ihre bebauten Flächen direkt gegenüberliegen und über zwei Brücken verbunden sind.
Vor 1945 gehörte das heutige Stadtgebiet zur deutschen Stadt Görlitz und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur eigenständigen polnischen Gemeinde. Die neue Grenze entlang der Lausitzer Neiße trennte die beiden Stadtteile in zwei Verwaltungen auf.
Das Städtische Kulturhaus von 1904 trägt eine Kuppel nach dem Vorbild des Berliner Reichstags und dient heute als wichtigster Aufführungsort der Stadt. Griechische politische Flüchtlinge, die nach dem Bürgerkrieg hierher kamen, haben ein jährliches Festival griechischer Lieder ins Leben gerufen.
Zwei Brücken verbinden beide Stadthälften: die Altstadtbrücke für Fußgänger und die Papst-Johannes-Paul-II-Brücke für Autos, wobei keine Grenzkontrollen mehr stattfinden. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann die alte Brücke für einen kurzen Spaziergang zwischen den Ländern nutzen.
An der Uferpromenade stehen mehrere historische Bauwerke, die vor der Teilung der Stadt zur gemeinsamen deutschen Verwaltung gehörten. Einige Straßen enden abrupt am Fluss und setzen sich auf der anderen Seite fort, sodass ehemalige Nachbarn heute durch eine internationale Grenze getrennt sind.
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