St. Ludgerus, Religiöses Monument in Weseke, Borken, Deutschland.
St. Ludgerus ist eine neugotische Backsteinhallenkirche, die 1892 bis 1895 nach Plänen von Hilger Hertel errichtet wurde, mit dreischiffigem Langhaus, Querhaus und polygonalen Chören. Der 75 Meter hohe Westturm steigt aus vier polygonalen Ecktürmchen in einen achteckigen Schieferhelm mit Zifferblättern. Hohe Spitzbogenfenster mit hochgotischem Maßwerk belichten den Innenraum.
Die Pfarrei Weseke wurde Ende des 14. Jahrhunderts gegründet. Mitte des 19. Jahrhunderts genügte die alte Dorfkirche der gewachsenen Bevölkerung nicht mehr, daher wurde 1892 bis 1895 nach Plänen des Münsteraner Baumeisters Hilger Hertel eine neugotische Backstein-Hallenkirche errichtet. Bischof Hermann Dingelstad weihte sie am 11. Juli 1895. Sie steht unter dem Patrozinium Liudgers, des ersten Bischofs von Münster.
Die Pfarrei wurde Ende des 14. Jahrhunderts gegründet; die Kirche steht unter dem Patrozinium Liudgers, des ersten Bischofs von Münster. Die nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzten Fenster stifteten Weseker Familien; die heutigen Fenster von Josef Gesing aus Herne stammen von 1963–1966. Das vierstimmige Geläut goss 1949 der Bochumer Verein, eine in dieser von Petit & Gebr. Edelbrock geprägten Gegend seltene Gießerei.
Die Kirche war vom 3. Mai 2021 bis zum 26. Februar 2023 wegen einer Sanierung geschlossen; in dieser Zeit fanden Eucharistiefeiern und Andachten im nebenan stehenden Pfarrheim statt. Der 75 Meter hohe Turm macht die Kirche im Weseker Ortsgebiet gut auffindbar. Besucher sollten respektvoll gekleidet sein und Gottesdienste nicht stören.
Die vier Glocken im Turm goss 1949 der Bochumer Verein, für diese Gegend eine Rarität, da hier überwiegend Geläute von Petit & Gebr. Edelbrock hängen. Die 1913 von Walcker erbaute Orgel hat 27 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischen Spiel- und Registertrakturen.
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