Quellengrundpark, Freilichtmuseum in Borken, Deutschland
Der Quellengrundpark ist ein Freilichtmuseum in Borken mit mehreren Hektar Land, auf denen originale Bauernhäuser und Nebengebäude stehen. Die Gebäude zeigen traditionelle Baumethoden und landwirtschaftliche Praktiken, die in dieser Region üblich waren.
Das Museum wurde gegründet, um ländliche Baustrukturen zu bewahren, die sonst verschwunden wären, indem Gebäude von verschiedenen Standorten hierher verlegt wurden. Diese aus unterschiedlichen Zeiten stammenden Häuser bilden zusammen ein Bild davon, wie die Bauweise und das Leben sich über die Jahrhunderte veränderten.
Der Backspieker, ein Kornspeicher von 1850 vom Hof Kortbuß aus Ahaus-Wüllen-Oberortwick, beherbergt einen Holzbackofen, in dem regelmäßig Brot nach alter Tradition gebacken wird. In der Schirmscheune sind eine Holzschuhmacherwerkstatt, ein am 28./29. September 1999 abgebrannter Feldbrandmeiler und der funktionsfähige Nachbau eines eisenzeitlichen Rennofens zu sehen.
Der Park liegt an der stillgelegten Bahnstrecke Borken–Burgsteinfurt; Heimathaus, Wellenhäuschen, Backspieker, Museschoppe und Ausstellungsscheune stehen auf und an dieser Trasse. Das Wellenhäuschen am Eingang wurde auf der Holtbachquelle errichtet, deren kaltes Wasser auch das Kneippsche Wassertretbecken speist, das in den Sommermonaten genutzt wird. Der Apothekergarten bietet eine Tast- und Riechgalerie mit Beschriftung in Deutsch und Niederländisch.
Im Geologischen Garten des Parks steht eine sechs Meter große Erdzeituhr: Die 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte sind dort im Natursteinpflaster auf einen 24-Stunden-Tag übertragen. In zahlreichen Schaukästen liegen Fossilien aus allen Erdzeitaltern.
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