Mittelalterliche Synagoge Köln, Mittelalterliche Synagogenruinen in Altstadt, Köln, Deutschland
Die Mittelalterliche Synagoge Köln ist ein archäologischer Überrest eines jüdischen Gotteshauses in der Kölner Altstadt, dessen freigelegte Fundamente einen zweigeschossigen Gebetsraum mit getrennten Bereichen für Männer und Frauen erkennen lassen. Die Überreste liegen unter dem Rathausplatz und sind in einem unterirdischen Ausstellungsbereich zugänglich.
Die jüdische Gemeinde in Köln gehört zu den ältesten nördlich der Alpen, mit Anfängen, die bis in die Römerzeit zurückreichen. Im 13. Jahrhundert wurde das Gotteshaus im gotischen Stil neu errichtet, bevor die Gemeinde 1424 aus der Stadt vertrieben wurde.
Die Synagoge war das Herz des jüdischen Stadtteils, dem sogenannten Judenviertel, das sich rund um das Rathaus erstreckte. Besucher können heute noch sehen, wie eng das Gebäude mit dem Alltagsleben der Gemeinschaft verbunden war, da Nebenräume für Versorgungsaufgaben genutzt wurden.
Der unterirdische Ausstellungsbereich befindet sich unter dem Rathausplatz und ist über einen Eingang in der Nähe des Rathauses erreichbar. Die Räume sind eng und die Böden uneben, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Auf den freigelegten Fundamenten sind noch Reste von Wandmalereien und Verzierungen zu erkennen, die zeigen, wie aufwendig das Innere gestaltet war. Solche Spuren mittelalterlicher Dekoration sind in erhaltenen Synagogenruinen nördlich der Alpen selten zu finden.
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