Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Römische Ausgrabungsstätte in Köln, Deutschland
Colonia Claudia Ara Agrippinensium war eine römische Siedlung am linken Rheinufer, die als Verwaltungszentrum und Militärstützpunkt diente. Reste der Stadtmauer, Tore und Türme markieren den Verlauf der antiken Befestigung über mehrere Kilometer.
Kaiser Claudius gründete die Kolonie im Jahr 50 und erhob damit eine bestehende Siedlung zur Stadt römischen Rechts. Als Hauptstadt der Provinz Germania Inferior entwickelte sie sich zu einem wichtigen Zentrum an der Rheingrenze.
Der Name bewahrt die Erinnerung an Agrippina die Jüngere, die hier geboren wurde und ihrer Heimatstadt den Rang einer Kolonie verschaffte. Öffentliche Bauten wie das Theater und das Forum zeigten den römischen Lebensstil entlang des Rheins.
Das Römisch-Germanische Museum zeigt Fundstücke aus verschiedenen Bereichen der antiken Stadt und ermöglicht einen Überblick über das Leben in der Kolonie. Mehrere erhaltene Abschnitte der Befestigung liegen im heutigen Stadtzentrum und können bei einem Rundgang besichtigt werden.
Archäologen fanden Überreste einer Bibliothek aus dem 2. Jahrhundert, die Platz für mehr als 20.000 Schriftrollen bot. Diese Entdeckung gilt als ältester Nachweis einer solchen Einrichtung auf deutschem Boden.
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