Schleuse Plötzensee, Schifffahrtsschleuse in Charlottenburg-Nord, Deutschland.
Die Plötzensee-Schleuse ist eine Doppelkammer-Anlage am Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal, die Wasserstraßen zwischen Oberer Havel und Spree verbindet. Jede Kammer hat eine Länge von etwa 67 Metern und eine Breite von 10 Metern, wodurch Schiffe verschiedener Größe durchfahren können.
Der Bau begann 1906 als Teil des Projekts zur Wasserstraße Berlin-Stettin und die Schleuse nahm 1912 ihren Betrieb auf. Sie war eine Lösung, um Schiffe zwischen unterschiedliche Wasserstände zu bringen und Berlins Verbindung zu den umliegenden Gewässern zu verbessern.
Der Name Plötzensee stammt von den Hechten, die früher in diesem Gewässer lebten. Heute können Besucher vom Ufer aus beobachten, wie Schiffe durch die Schleusen fahren und dabei die Wasserstände ausgeglichen werden.
Der beste Aussichtspunkt ist vom nördlichen Uferweg aus, wo man den gesamten Schleusenbetrieb beobachten kann. Besucher sollten bedenken, dass der südliche Schleusenbetrieb nicht mehr aktiv ist, daher verläuft der ganze Verkehr durch die nördliche Kammer.
Die Schleuse wurde mit innovativer Technik für ihre Zeit gebaut und zeigte Berlins Ehrgeiz, sich als internationale Handelsstadt zu positionieren. Dieser Ort ist heute weniger bekannt als andere Berliner Wahrzeichen, bietet aber Einblick in die weniger offensichtlichen Aspekte der Stadtentwicklung.
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