Justizvollzugsanstalt Plötzensee, Gefängnismuseum in Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland.
Plötzensee ist ein ehemaliges Gefängnis und heutige Gedenkstätte in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf, das aus mehreren Gebäuden mit roten Backsteinfassaden besteht. Der Komplex umfasst einen Gedenkraum in der ehemaligen Hinrichtungsstätte, wo noch die originalen Wände und ein Teil der historischen Ausstattung erhalten sind.
Das Gefängnis wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und diente ab 1933 als zentrale Hinrichtungsstätte des nationalsozialistischen Regimes. Die meisten Todesurteile wurden hier zwischen 1942 und 1945 vollstreckt, darunter auch an Mitgliedern des Widerstands vom 20. Juli 1944.
Die Gedenkstätte bewahrt Dokumente und Fotografien der Hingerichteten in einem Archiv, das Besuchern hilft, die Schicksale hinter den Zahlen zu verstehen. Viele Schulklassen und internationale Gruppen kommen hierher, um mehr über die letzten Stunden der Gefangenen zu erfahren und an die Opfer zu erinnern.
Der Zugang zur Gedenkstätte erfolgt über den Hüttigpfad und ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Audioführer stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung und helfen beim Rundgang durch die Räume und die Dauerausstellung.
Die originale Guillotine, die bis 1942 für Hinrichtungen genutzt wurde, ist nicht mehr vorhanden, aber die stählerne Hängekonstruktion aus demselben Jahr ist noch im Raum sichtbar. Eine kleine Urne mit Erde aus verschiedenen Konzentrationslagern steht in der Gedenkstätte als Symbol für alle Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
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