St. Marien, Katholische Kirche in Delmenhorst, Deutschland
St. Marien ist eine neugotische Hallenkirche aus rotem Backstein in Delmenhorst, 1901–1903 nach einem Entwurf von Heinrich Flügel gebaut und nach der Zerstörung bis 1949 wieder aufgebaut. Ein Langhaus aus drei Jochen verbindet den Westturm mit dem Querschiff, daran schließt der eingezogene Chor mit polygonaler Apsis und Nebenapsiden an. Das oberste Turmgeschoss birgt hinter Biforien den Glockenstuhl; die Spitze ist ein geschlossener Kegel, umgeben von vier kleinen Spitzhelmen.
Das Gebäude entstand von 1901 bis 1903 nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Flügel. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es bis 1949 wiederaufgebaut.
Die Gemeinde gehört zum Dekanat Delmenhorst im Bischöflich Münsterschen Offizialat des Bistums Münster; ihr Pfarramt sitzt in der Louisenstraße 30. Sie unterhält eine Kita mit Familienzentrum, eine Bücherei, Jugend- und Frauengruppen sowie mehrere Chöre. Die 14 Kreuzwegstationen sind eiserne Reliefs an den Seitenwänden und der Rückwand.
Das Pfarramt befindet sich in der Louisenstraße 30, nicht in der Kirche selbst. Die Kirche steht im Zentrum von Delmenhorst, nahe den Koordinaten 53.05133, 8.62704. Die beiden Friedhöfe der Gemeinde liegen anderswo: der alte katholische Friedhof an der Schanzenstraße stammt von um 1905, der neue an der Oldenburger Landstraße von Anfang der 1930er Jahre.
Die Westgalerie beherbergt eine 47-Register-Orgel, die 1961 vom Orgelbauer Alfred Führer geschaffen wurde und immer noch den Kirchenraum mit ihrer Musik erfüllt. Im Turm hängen sechs Glocken, darunter die berühmte Marienglocke aus der Otto-Gießerei.
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