Wollepark der Nordwolle, Öffentlicher Park in Delmenhorst, Deutschland.
Der Wollepark der Nordwolle ist ein öffentlicher Park auf dem Gelände des früheren Wollverarbeitungswerks mit offenen Wiesen, Fitnessstationen und einem Spielplatz rund um einen Teich. Die Grünfläche verbindet naturnahe Bereiche mit modernen Freizeiteinrichtungen für Besucher aller Altersgruppen.
Wilhelm Benque legte den englischen Landschaftspark um die Villa Lahusen 1893 für Carl Lahusen an, den Sohn des Nordwolle-Gründers Christian Lahusen. Für Arbeiter und Öffentlichkeit blieb er gesperrt, zugänglich nur der Familie und leitenden Angestellten der angrenzenden Beamtenhäuser, bis zum Konkurs der Nordwolle 1931. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er erneut gesperrt und 1975 an die Stadt Delmenhorst verkauft. Etwa die Hälfte des von Benque geplanten Parks ist erhalten.
Der Park ist nach der Nordwolle benannt, der hiesigen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei, die von 1884 bis 1981 bestand. Das Wohnquartier Wollepark entstand zwischen 1969 und 1976 mit ursprünglich 1388 Wohnungen in bis zu neungeschossigen Häusern; nach 2017 wurden einige hohe Gebäude abgebrochen.
Der Park liegt zwischen Fabrikhof, Nordwollestraße, Stedingerstraße und Pommerstraße, durchflossen von der Delme. Etwa die Hälfte des ursprünglichen Landschaftsparks von Benque ist erhalten, dazu kommen eine große Wiese, ein Teich, eine Kraftsportanlage, ein Spielplatz, die Grundschule Wollepark, ein Jugendhaus und ein Nachbarschaftszentrum der Diakonie. Das Wäldchen Richtung Schwabenstraße ist ein naturpädagogischer Entdeckerwald, betreut von der Parkschule und einem Kindergarten.
Erhalten ist nur etwa die Hälfte des von Wilhelm Benque 1893 geplanten Parks; der übrige Teil wurde zwischen 1969 und 1976 mit dem Wohnquartier Wollepark überbaut, ursprünglich 1388 Wohnungen in bis zu neungeschossigen Häusern, von denen nach 2017 einige abgebrochen wurden.
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