Altes Schloss Rechberghausen, Kulturdenkmal in Rechberghausen, Deutschland.
Vom Alten Schloss Rechberghausen nördlich von Rechberghausen auf dem Burgholz sind nur der Torturm und die Schlosskapelle St. Johannes Baptist erhalten, die als Einziges den Brand von 1685 überstanden. Um sie herum wurde im 18. und 19. Jahrhundert eine größere Hofanlage errichtet. Eine Beschreibung von 1844 nennt eine massiv gebaute Burg mit kleinen Türmchen, sechs bis acht Gebäuden und einem Brunnen.
Die Burg wurde wohl zwischen 1100 und 1150 von den Herren von Rechberg-Bettringen, den damaligen Besitzern des Dorfes, erbaut und 1232 sowie 1245 als rechbergisches Schloss urkundlich erwähnt. Nach einem Brand vor 1360 ließ Herzog Friedrich von Teck sie zwischen 1361 und 1370 wieder aufbauen. Im Deutschen Bauernkrieg 1525 verwüsteten Schorndorfer Bauern die Anlage, und um 1575 ließ Haug Erkinger von Rechberg sie zu einer dreiflügligen Renaissance-Schlossanlage umbauen. Ein Brand 1685, vermutlich durch Blitzschlag, zerstörte alles außer Kapelle und Torturm; die Steine dienten 1721 dem Neuen Schloss.
Der Name Rechberghausen geht auf das schwäbische Adelsgeschlecht der Rechberg zurück, dessen Stammsitz Hohenrechberg bei Schwäbisch Gmünd war; hier bildete sich die Linie Rechberg-Rechberghausen. Die Kapelle ist dem heiligen Johannes Baptist geweiht und wurde 1999 restauriert. Torturm und Kapelle gehören mit dem Gut noch den Grafen von Degenfeld-Schonburg.
Die Reste liegen auf der Anhöhe Burgholz nördlich von Rechberghausen und westlich des Weilers Oberhausen auf etwa 320 bis 400 m ü. NN; der Marbach umfließt die Anhöhe von Norden. Erhalten sind der Torturm und die Kapelle St. Johannes Baptist, die in eine größere Hofanlage eingebunden sind, welche noch den Grafen von Degenfeld-Schonburg gehört; betrachten Sie sie von den öffentlichen Wegen aus.
Eine Beschreibung von 1844 überliefert, die Burg sei massiv gebaut gewesen, die Burgmauer auf mehreren Seiten mit kleinen Türmchen versehen, und im Innern habe sie aus sechs bis acht Gebäuden und einem Brunnen bestanden. Ein Teich östlich der Anhöhe lässt vermuten, dass die ursprüngliche Anlage eine Wasserburg war oder über Wassergräben verfügte.
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