Großsteingrab Schalkholz-Vierth, Neolithisches Ganggrab in Schalkholz, Deutschland
Das Großsteingrab Schalkholz-Vierth ist eine jungsteinzeitliche Kammer aus neun Wandsteinen, die ein Oval von etwa 3,5 m Länge und 2,2 m Breite bilden, mit einem 1 m langen Zugang an der Westseite. Nur ein Deckstein liegt noch auf; der zweite fehlt. Die Kammer steht heute in einer kleinen Grünanlage am Ostende der Straße Kreuzberg im Norden von Schalkholz, nachdem sie 2021 aus Heide zurückkehrte.
Das Grab wurde in der Jungsteinzeit von der Trichterbecherkultur errichtet. 1876 wurde die Hügelschüttung durchwühlt und teilweise abgetragen, woraufhin der Kreistag die Anlage ankaufte und unter Schutz stellte. Ernst Sprockhoff vermaß sie im August 1943, J. Kühl grub sie im Winter 1969/70 aus. Anschließend wurde die Kammer nach Heide umgesetzt und im Juli 2021 durch das Technische Hilfswerk nach Schalkholz zurückgebracht.
Die Grabkammer zeigt, wie frühe Bauern ihre Verstorbenen mit Keramikgefäßen und Feuersteinklingen bestatteten. Diese Gegenstände erzählen von Handwerkstraditionen und rituellen Bräuchen, die in dieser Region über Generationen gepflegt wurden.
Die Kammer steht heute in einer kleinen Grünanlage am Ostende der Straße Kreuzberg im Norden von Schalkholz, ihrem ursprünglichen Standort bis 1969/70 und wieder seit Juli 2021. Sie ist ein frei zugängliches Monument auf Rasen, das zu Fuß erreicht wird; Bäume und die nahen Gebäude des Ortes geben die Orientierung.
Die Kammer wurde zweimal versetzt: 1969/70 half die Bundeswehr, sie knapp 11 km westsüdwestlich in den Heider Stadtpark zu bringen, und im Juli 2021 brachte das Technische Hilfswerk sie zurück nach Schalkholz. Heute steht sie in einer kleinen Grünanlage am Ostende der Straße Kreuzberg.
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