Wohn- und Wirtschaftsgebäude Syker Straße 19, Geschützte Architekturstruktur in Syke, Deutschland
Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude Syker Straße 19 in Gessel ist ein eingeschossiges Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert, in Fachwerk mit Ziegelausfachungen. Sein reetgedecktes Krüppelwalmdach trägt einen Niedersachsengiebel mit Uhlenloch am Dachfirst, das Grooten Door hat einen Korbbogen. Auf dem Areal stehen zudem ein kleiner Fachwerkspeicher sowie Scheune und Stall als verklinkerte Massivbauten aus dem 19. Jahrhundert.
Matthias Hartmann, damals Schultheiß in der Heiligenfelder Pfarrgemeinde, erwarb das Land zwischen 1768 und 1771 und ließ das Gebäude errichten. Im Jahr 1801 eröffnete sein Nachkomme Johann Philipp Hartmann die erste Kaffee-Gaststätte Sykes in diesem Haus.
Die Hofanlage in Gessel wurde 1211 erstmals als Geestloh erwähnt, als das Gehöft an das Kloster in Bassum kam. Das Haupthaus ist ein eingeschossiges Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert, ein Fachwerkbau mit Ziegelausfachungen, reetgedecktem Krüppelwalmdach, Niedersachsengiebel mit Uhlenloch am Dachfirst und dem Grooten Door mit Korbbogen.
Die Hofanlage liegt an der Syker Straße im Syker Ortsteil Gessel, südlich von Bremen. Das eingeschossige Hallenhaus, der kleine Fachwerkspeicher, die verklinkerte Scheune und der Stall aus dem 19. Jahrhundert sowie die Einfriedigung aus Ziegelmauerwerk stehen auf einem Grundstück. Die Gebäude sind von der Straße aus zu sehen; die Innenräume sind nicht öffentlich zugänglich.
Carl Balk, der das Gebäude 1828 erwarb, betrieb dort Stallungen für Postpferde und erwirtschaftete damit erhebliche Einnahmen aus dem Postbeförderungsdienst. Diese Kombination aus lokalem Gewerbe zeigt, wie ein einzelnes Haus zum Knotenpunkt der frühen Verkehrsnetzwerke wurde.
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