Höllentalklamm S von Grainau, Klamm in Grainau, Deutschland.
Die Höllentalklamm ist eine Schlucht in Grainau mit Kalksteinwänden und mehreren Wasserfällen, die etwa 2 Kilometer lang ist. Der Weg führt durch Tunnel und über Brücken, die in den Felsen angelegt wurden.
Vor der touristischen Erschließung wurden im Höllental Eisenerz und Molybdän abgebaut; von den Anlagen sind Ruinen erhalten. Der Ingenieur Adolf Zoeppritz und einheimische Bergführer legten 1902 den Klammweg an, dessen Fertigstellung am 15. August 1905 gefeiert wurde. Oberhalb der Klamm nutzten die Knappen des einstigen Bergwerks den Stangensteig.
Der Name Höllental erscheint 1562 als Hellethal; Helle ist mittelhochdeutsch für Hölle, bezeichnete aber einen unheimlichen oder schwer zugänglichen Talgrund, nicht einen religiösen Ort. Die Ableitung von Höhle gilt als volksetymologisch. An der Eingangshütte heißt die Klamm noch Maximiliansklamm.
Von Hammersbach führt ein rund 3 km langer Fußweg mit etwa 300 Höhenmetern zur Eingangshütte der Klamm, wo der gebührenpflichtige Weg beginnt. Die Tunnel sind nur etwa 1 m breit und bis 2 m hoch, größere Wanderer müssen sich bücken. Der kostenfreie Stangensteig ist steiler und 30 bis 45 Minuten länger. Am oberen Ausgang besteht Steinschlaggefahr; dort kam es wiederholt zu tödlichen Unfällen.
Ein Bachlauf durchfließt die gesamte Schlucht und erzeugt überall beeindruckende Wasserkrafteffekte. Die künstliche Beleuchtung in den Tunneln hilft Besuchern, die dunkelsten Bereiche des Ortes zu erkunden.
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