Villa Schmitz-Scholl, Kunstmuseum in Mülheim an der Ruhr, Deutschland
Die Galerie an der Ruhr ist ein Kunstmuseum in einer Gründerzeitvilla an der Ruhrstraße 3, die mehrere Ausstellungsebenen mit unterschiedlichen Raumhöhen bietet. Das Gebäude kombiniert klassische Architektur mit modernen Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunstwerke.
Die Villa Artis entstand um 1820 und diente Johann Wilhelm Meininghaus und seiner Frau Henriette Troost als Kontorhaus mit Kolonialwarenlager; 1856 tauschten sie den Besitz mit Ludwig Lindgens. Wilhelm Schmitz-Scholl erwarb ihn für 5000 Taler; nach dem Auszug der Familie gestaltete Baumeister Ernst Niebel das Haus für den Industriellen Carl Nedelmann um und passte den Stuck der Villa Nedelmann an. Von 1955 bis 2012 nutzte die Gesellschaft für Stromwirtschaft die Villa, seit 2012 beherbergt sie die RUHR GALLERY.
Seit 2012 nutzen örtliche Kunstvereinigungen die Villa als Kunstmuseum, Kunstgalerie „RUHR GALLERY“ und Atelierhaus. Benannt ist das Gebäude Villa Schmitz-Scholl nach Wilhelm Schmitz-Scholl (1831–1887) und Luise Scholl (1834–1888), der Gründerfamilie des Tengelmann-Konzerns. Der Galeriename verweist auf die Ruhr, an deren Ufer der Park Ruhranlage an das Grundstück grenzt.
Die Räume sind an mehreren Ebenen verteilt, was bedeutet, dass Besucher bereit sein sollten, Treppen zu nutzen oder die verfügbaren Aufzüge zu nehmen. Die öffentlichen Verkehrsmittel halten in unmittelbarer Nähe, was eine unkomplizierte Anfahrt ermöglicht.
Roland Günter vergleicht das Eingangsportal an der Ruhrstraße 3 mit dem Portal der Londoner Whitechapel Art Gallery. Am Hauptgiebel sind Basilisken, Schlangen und Insekten dargestellt; an der zur Ruhr gewandten Rückseite wurde ein Erker mit Zwiebelturm angebaut.
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