Torhaus an der Erfurter Straße, Neoklassizistisches Torhaus in Weimar, Deutschland
Das Torhaus an der Erfurter Straße ist ein einstöckiges Gatehouse mit zentralem Giebel, zwei ungefurchten Säulen im Eingangsbereich und einem Walmdachentwurf. Die Struktur verbindet klassizistische Elemente mit praktischer Funktionalität und steht in unmittelbarer Nähe zur zentralen Bushaltestelle.
Zwischen 1822 und 1824 entwarf Architekt Clemens Wenzeslaus Coudray dieses Gebäude als Mautsammelstelle, die äußere und innere Erfurt-Tore miteinander verband. Ab 1887 entwickelte sich der Bau weiter zu verschiedenen öffentlichen Funktionen und trug somit unterschiedliche Rollen in der städtischen Infrastruktur.
Das Torhaus zeigt auf seiner Fassade das Wappen des Großherzogs und das Stadtwappen von Weimar mit korinthischen Helmen und Schwertdekorationen über dem halbkreisförmigen Fenster. Diese Symbole prägen das Erscheinungsbild und erzählen von der Bedeutung des Gebäudes als repräsentatives Tor der Stadt.
Das Gebäude durchlief 2009 eine Restaurierung durch private Investoren und erhielt daraufhin Schutzstatus. Es ist leicht zu erreichen, da es unmittelbar neben der Wendeschleife der zentralen Bushaltestelle liegt und somit gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Der Bau funktionierte ab 1887 als Empfangsgebäude der Bahnstation am Erfurter Tor, bevor er später in Polizeiwache und Reisebüro umgewandelt wurde. Diese vielfältige Nutzungsgeschichte spiegelt wider, wie sich das Bauwerk den wechselnden Bedürfnissen der Stadt anpasste.
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