Hermes von Olympia, Antike Marmorstatue im Archäologischen Museum von Olympia, Griechenland.
Diese Marmorskulptur steht im Archäologischen Museum von Olympia und zeigt eine männliche Figur, die sich an einen Baumstamm lehnt und ein Kind auf dem Arm hält. Die Arbeit aus parischem Marmor misst 215 Zentimeter in der Höhe und 100 Zentimeter in der Breite, wobei die linke Hand einst einen Gegenstand hielt, der heute fehlt.
Archäologen aus Deutschland fanden die Figur 1877 in den Trümmern des Heratempels in Olympia, wo sie unter Lehmschichten geschützt lag. Forscher ordnen die Arbeit dem 4. Jahrhundert vor Christus zu und verbinden sie oft mit dem Bildhauer Praxiteles, dessen Name in antiken Texten mit dem Tempel in Verbindung gebracht wird.
Die Figur zeigt eine Szene aus der griechischen Mythologie, in der der Götterbote ein Kind zu seinen Beschützern bringen soll. Besucher sehen polierte Oberflächen und Details wie Finger, Haare und Falten, die das handwerkliche Können der Steinmetze zeigen und deren Bedeutung im religiösen Leben der Antike widerspiegeln.
Das Museum zeigt die Figur im Hauptsaal der Dauerausstellung, wo Besucher sie von allen Seiten betrachten können. Die Beleuchtung hebt Einzelheiten wie Muskeln, Haltung und die gebogene Linie des Körpers hervor, sodass man die handwerkliche Arbeit aus der Nähe erkennt.
Die rechte Hand der Figur fehlt zusammen mit einem Teil des Arms, wobei Forscher vermuten, dass sie einst Trauben hielt, die das Kind erreichen wollte. Der Baumstamm diente als Stütze für die große Marmorarbeit und zeigt Reste von Farbe, die darauf hinweisen, dass die gesamte Oberfläche einst bemalt war.
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