Lissos, Archäologische Stätte nahe Sougia, Griechenland
Lissos ist eine archäologische Stätte in einem kleinen Tal zwischen Bergen und dem Meer, wo Überreste eines antiken Tempels, Gräber und byzantinische Kirchen verstreut liegen. Die Ruinen zeigen Mosaiken mit Tier- und Geometriemotiven sowie etwa 120 steinerne Grabkammern mit Gewölbedächern.
Die Stätte entwickelte sich vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zum 7. Jahrhundert nach Christus als wichtiger Hafen für die Stadt Elyros, wo Handel und Fischerei die wirtschaftliche Kraft aufrechthielten. In dieser Zeitspanne erlebte der Ort mehrere kulturelle Umbrüche, zuletzt die Ankunft byzantinischer religiöser Strukturen.
Der Tempel des Asklepios war ein Heiligtum der Heilung, wo Menschen aus der ganzen Insel kamen, um die heilenden Quellen zu nutzen. Die Stätte zeigt, wie wichtig dieses Orakel für das tägliche Leben der antiken Bevölkerung war.
Besucher können die Stätte zu Fuß von Sougia aus durch die Lissos-Schlucht in etwa zwei Stunden erreichen oder sich von lokalen Fischern mit dem Boot hinfahren lassen. Der Wanderweg ist in den wärmeren Monaten leichter zu bewältigen und die Bootsoption bietet eine schnellere Alternative mit Meerblick.
Die Nekropolis beherbergt etwa 120 sorgfältig gebaute Steingrabekammern mit Gewölbedächern, ein architektonisches Merkmal, das für die Zeit bemerkenswert ist. Diese Konstruktionstechnik war in der antiken Welt nicht alltäglich und zeigt das handwerkliche Wissen der Erbauer.
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