Lissos, Archäologische Stätte nahe Sougia, Griechenland
Lissos ist eine archäologische Stätte in einem kleinen Tal an der Südküste Kretas, zwischen Bergen und Meer, mit den Überresten eines antiken Tempels, Gräberfeldern und byzantinischen Kirchenruinen. Der Boden des Tempels ist teilweise noch mit Mosaiken bedeckt, und rund um das Tal verteilen sich zahlreiche gemauerte Gewölbegräber.
Lissos war ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. der wichtigste Hafen der nahegelegenen Stadt Elyros und blieb bis ins 7. Jahrhundert n. Chr. in Betrieb. Mit dem Rückgang des antiken Handels entstanden auf dem Gelände byzantinische Kirchen, die die letzte Phase der Besiedlung markieren.
Das Heiligtum war dem Heilgott Asklepios geweiht, und Besucher können noch heute die natürlichen Quellen in der Nähe des Tempels sehen. Die Mosaikböden im Tempelbereich zeigen Tiere und geometrische Muster, die auf die Bedeutung des Ortes als Kultstätte hinweisen.
Die Stätte ist zu Fuß von Sougia aus durch die Lissos-Schlucht erreichbar, was etwa zwei Stunden dauert, oder per Boot mit lokalen Fischern. Der Wanderweg ist in den wärmeren Monaten angenehmer, während die Bootsfahrt eine gute Alternative bei Hitze oder schlechter Kondition darstellt.
Obwohl die Stätte weit von jeder Stadt entfernt und nur auf beschwerlichen Wegen erreichbar ist, sind die Mosaike des Tempels noch in situ, also an ihrem ursprünglichen Platz. Sie wurden nie in ein Museum verlagert und liegen noch genau dort, wo sie vor mehr als 2.000 Jahren verlegt wurden.
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