Meteora, Orthodoxer Klosterkomplex auf Felspfeilern bei Kalabaka, Thessalien, Griechenland
Die Meteora-Klöster sind eine Gruppe von sechs orthodoxen Klosterkomplexen in Zentralgriechenland, die jeweils auf einzelnen Sandsteinsäulen etwa 600 Meter über der thessalischen Ebene stehen. Jede Anlage besteht aus mehrstöckigen Steinbauten mit Kirchen, Zellen und Innenhöfen, die durch enge Treppen und Brücken miteinander verbunden sind.
Eremitenmönche besiedelten ab dem 9. Jahrhundert Höhlen und Felsspalten und beteten in einer Kapelle am Fuß des Dupiani-Felsens. 1334 kam Athanasios vom Athos und gründete 1344 mit Gregorios und 14 Mönchen das Kloster Metamorphosis, das spätere Megálo Metéoro; im 14. Jahrhundert bestanden 24 Klöster unter der Förderung von Herrschern wie dem serbischen König Symeon. Der Zugang erfolgte über Strickleitern und Netze, bis in den 1920er Jahren Steintreppen gehauen wurden.
In den Klöstern leben noch heute Mönche und Nonnen, die ihren Alltag nach den Regeln des orthodoxen Mönchtums gestalten und dabei für Besucher sichtbar bleiben. Die Gemeinschaften öffnen ihre Gebäude zeitweise für Gäste, wobei diese auf Ordensleute treffen können, die Ikonen malen, Bücher restaurieren oder in den kleinen Gärten arbeiten.
Der Zugang zu jedem Kloster ist an bestimmte Öffnungszeiten gebunden, die für jedes Gebäude unterschiedlich sind und sich je nach Wochentag ändern. Besucher sollten Hosen oder lange Röcke tragen, da kurze Kleidung den Eintritt verhindert, obwohl manche Eingänge Tücher zum Überziehen bereitstellen.
Die Felsformationen entstanden über Jahrmillionen durch Erosion von alten Flussablagerungen, wobei Wind und Wasser weiche Schichten abtrugen und die harten Säulen stehen ließen. Früher nutzten die Klöster Netzaufzüge aus Seilen, um Vorräte und manchmal auch Personen nach oben zu ziehen, was bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts üblich blieb.
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