Meteora, UNESCO-Welterbe Klosterkomplex in Thessalien, Griechenland
Die Meteora-Klöster sind eine Gruppe von sechs orthodoxen Klosterkomplexen in Zentralgriechenland, die jeweils auf einzelnen Sandsteinsäulen etwa 600 Meter über der thessalischen Ebene stehen. Jede Anlage besteht aus mehrstöckigen Steinbauten mit Kirchen, Zellen und Innenhöfen, die durch enge Treppen und Brücken miteinander verbunden sind.
Mönche gründeten ab dem 14. Jahrhundert insgesamt 24 Klöster auf den Felsformationen und erreichten sie anfangs nur über Seile und Leitern. Später wurden fest gemauerte Treppen in die Felsen geschlagen, wodurch der Zugang einfacher wurde und die Gemeinschaften wachsen konnten.
In den Klöstern leben noch heute Mönche und Nonnen, die ihren Alltag nach den Regeln des orthodoxen Mönchtums gestalten und dabei für Besucher sichtbar bleiben. Die Gemeinschaften öffnen ihre Gebäude zeitweise für Gäste, wobei diese auf Ordensleute treffen können, die Ikonen malen, Bücher restaurieren oder in den kleinen Gärten arbeiten.
Der Zugang zu jedem Kloster ist an bestimmte Öffnungszeiten gebunden, die für jedes Gebäude unterschiedlich sind und sich je nach Wochentag ändern. Besucher sollten Hosen oder lange Röcke tragen, da kurze Kleidung den Eintritt verhindert, obwohl manche Eingänge Tücher zum Überziehen bereitstellen.
Die Felsformationen entstanden über Jahrmillionen durch Erosion von alten Flussablagerungen, wobei Wind und Wasser weiche Schichten abtrugen und die harten Säulen stehen ließen. Früher nutzten die Klöster Netzaufzüge aus Seilen, um Vorräte und manchmal auch Personen nach oben zu ziehen, was bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts üblich blieb.
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