Leonidaion, Antikes Unterkunftsgebäude in Olympia, Griechenland
Das Leonidaion ist ein fast quadratisches Gebäude aus Konglomeratstein mit den Maßen 80,18 mal 73,51 Meter, mit einer äußeren Säulenhalle von 138 ionischen Säulen und einem inneren dorischen Peristyl von 44 Säulen um einen zentralen Hof. Etwa 80 kleine Zimmer auf zwei Stockwerken öffneten sich zum Hof, und der Architrav trug den Namen des Leonidas.
Zwischen 330 und 320 v. Chr. am Südwestrand des Heiligtums errichtet, wurde das Leonidaion von Leonidas von Naxos finanziert und entworfen und diente als Unterkunft für offizielle Besucher und Athleten. Unter Hadrian wurde es umgebaut und verbessert, und im 1. Jahrhundert n. Chr. übernahm ein eigenes Athletenhaus diese Aufgabe für die römischen Behörden. Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. zerstörte ein Erdbeben den Bau; sein Schutt wurde für die spätantike Mauer gegen die Heruler verwendet.
Der Name stammt von seinem Stifter und Architekten Leonidas von Naxos, dessen Name auf dem Architrav der äußeren Säulenhalle eingemeißelt war. In der Nordostecke des Gebäudes stand eine Statue des Leonidas. In römischer Zeit beherbergte das Leonidaion offizielle Besucher und Athleten, bis ein im 1. Jahrhundert errichtetes Athletenhaus die Unterbringung der römischen Behörden übernahm.
Das Leonidaion liegt am Südwestrand des Heiligtums von Olympia, am Prozessionseingang zur Altis, südlich der Werkstatt des Phidias. Der Grundriss ist fast quadratisch, etwa 80 auf 73 Meter: Orientierung geben die vier äußeren Säulenhallen und der zentrale Hof. Die Zimmer öffneten sich zum Hof, der Westflügel war in sechs, die übrigen Flügel in je zwölf Räume geteilt.
Das Leonidaion wurde zwischen 1937 und 1966 unter dem Archäologen Emil Kunze ausgegraben. In seiner Nordostecke stand eine Statue des Leonidas von Naxos, des Architekten, der den Bau finanzierte und entwarf; sein Name steht auch in einer Inschrift am Architrav der äußeren Kolonnade.
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