Quimper, Präfektur in Finistère, Frankreich
Quimper ist eine Präfektur im Département Finistère in der Bretagne, die sich dort erstreckt, wo die Flüsse Steir und Odet zusammenfließen. Die Altstadt besteht aus engen gepflasterten Gassen, die von Fachwerkhäusern gesäumt sind, während die Kathedrale Saint-Corentin mit ihren gotischen Türmen über den Dächern aufragt.
Die Siedlung entwickelte sich aus einem römischen Außenposten namens Coriosopitum und wurde im 5. Jahrhundert Hauptstadt der Region Cornouaille. Im Mittelalter wuchs die Stadt um die Kathedrale herum und wurde zum religiösen Zentrum der westlichen Bretagne.
Der Stadtname Quimper stammt vom bretonischen kemper und bedeutet Zusammenfluss, während die Straßen der Altstadt noch heute bretonische Bezeichnungen tragen, die von Handwerkern und lokalen Traditionen erzählen. Viele Häuser zeigen geschnitzte Holzfassaden mit Motiven aus dem Landleben, und an Markttagen füllen sich die Plätze mit Ständen, die Cidre und Kouign-amann verkaufen.
Der zentrale Bahnhof verbindet die Stadt mit Paris in etwa vier Stunden per TGV, während lokale Busse das Département Finistère bedienen. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander entlang der Flussufer.
Seit 1690 wird hier Fayence-Keramik hergestellt, und die Werkstätten bemalen noch immer jedes Stück von Hand mit leuchtenden Farben und traditionellen bretonischen Mustern. Die Kathedrale zeigt als einzige in Frankreich eine leichte Abweichung in der Achse ihres Chors, was ihr den Beinamen schiefe Kathedrale einbrachte.
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