Aquädukt Gier, Römischer Aquädukt in Chaponost, Frankreich
Das Aquädukt der Gier ist eine römische Wasserleitung, die sich über Dutzende von Kilometern vom Pilat-Massiv bis nach Lyon erstreckt und aus Steinbögen sowie unterirdischen Tunneln besteht. Die Anlage verläuft über mehrere Gemeinden hinweg und nutzt sowohl sichtbare Strukturen als auch verborgene Kanäle unter der Erde.
Die Römer bauten dieses Wassersystem zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert, um Wasser vom Fluss Gier zur antiken Stadt Lugdunum zu transportieren. Das Projekt zeigt, wie wichtig Wasserzufuhr für das Wachstum und die Versorgung einer römischen Metropole war.
Die erhaltenen Bögen bei Le Plat de l'Air zeigen, wie die Römer Wasser über weite Strecken mit beeindruckender Technik verteilten. Man kann heute noch sehen, wie clever sie die Landschaft nutzen, um das Wasser bergab fließen zu lassen.
Die Überreste des Aquädukts können besichtigt werden, wobei die besten Erhaltungszustände entlang der Straße in Chaponost zu finden sind. Geführte Touren vom Fremdenverkehrsamt helfen, die verschiedenen Teile und unterirdischen Abschnitte der Anlage zu verstehen.
Das System enthält elf Wartungstunnel, darunter einen 825 Meter langen Durchgang bei Mornant mit Zugangsöffnungen alle 77 Meter. Diese regelmäßigen Öffnungen zeigen, wie die Römer ihre Infrastruktur planten, um Reparaturen und Wartung durchführen zu können.
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