Fort du Bruissin, Festung in Francheville, Frankreich
Das Fort du Bruissin ist eine sechseckige Festungsanlage aus Mauerwerk in Francheville, umgeben von einem Verteidigungsgraben. Ein Torhaus am Kopf einer Brücke über den Graben führt in den Eingangshof, dem eine zweigeschossige, überwölbte und mit Erde bedeckte Kaserne gegenüberliegt. Die als Cavalier dienende Terrasse auf der Kaserne war durch einen Erdwall geschützt.
Der Fort du Bruissin wurde 1878 bis 1881 als dreizehnter Fort der zweiten Befestigungsring von Lyon erbaut, beschlossen nach der Niederlage von 1870. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ausbildungsort für künftige Offiziere; im Zweiten Weltkrieg nutzten deutsche Truppen ihn als Munitionslager und Kommandoposten. 1981 kaufte die Gemeinde Francheville das Fort.
Seit 1991 beherbergt das Fort eine „Cité des Artistes“, in der Künstler die Säle als Ateliers nutzen; später wurde es ein von der Régie Culturelle du Fort du Bruissin geführtes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Seit 2016 finden in einem alten Pulvermagazin Konzerte der Reihe „Scène Découverte“ statt, und jeden Sommer gastiert das Familienfestival „Les Estivales“.
Das Fort liegt auf dem höchsten Punkt von Francheville und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum Lyons erreichbar. Der Ort ist gut zu Fuß erkundbar, mit Wegen, die sich durch die bewaldete Umgebung der Anlage ziehen.
Das Fort trug in der Nummerierung der Armee die Nummer 13 der Forts von Lyon. Sein sechseckiger Grundriss war mit dreißig Geschützen bestückt, einer Mischung aus 155-mm- und 120-mm-Kanonen auf dem Cavalier. Die Nahverteidigung übernahmen drehbare Kanonen in großen Caponnièren an den Ecken, die über unterirdische Gänge erreichbar waren.
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