Sélestat, Mittelalterliche Kommune im Elsass, Frankreich
Sélestat liegt am Fluss Ill, 42 Kilometer von Straßburg und 17 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt auf einer Höhe von 173 Metern. Die Stadt zählt rund 35 denkmalgeschützte Bauwerke, darunter die Kirchen St. Fides und St. Georg, die unterschiedliche Baustile aus mehreren Jahrhunderten zeigen.
Die Siedlung erhielt im 13. Jahrhundert den Status einer freien Reichsstadt, was ihr das Recht gab, eigene Steuern zu erheben und Verteidigungsmauern zu bauen. Im 17. Jahrhundert fiel sie an Frankreich und verlor ihre Unabhängigkeit, während die Stadtmauern später teilweise abgetragen wurden.
Die Humanistische Bibliothek bewahrt Handschriften und Drucke aus dem Mittelalter und der Renaissance und steht seit 2011 im UNESCO-Weltdokumentenerbe. Besucher können die Sammlung besichtigen, die das geistige Leben einer Stadt zeigt, die einst ein Zentrum des Humanismus war und Gelehrte aus ganz Europa anzog.
Märkte finden jeden Dienstag und Samstag im Stadtzentrum statt und bieten regionale Produkte, frisches Obst und Gemüse sowie elsässische Spezialitäten. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und die Wege eben sind.
Die Stadt feiert jedes Jahr im Dezember ein großes Weihnachtsfest, bei dem ein riesiger Tannenbaum auf dem Hauptplatz aufgestellt wird und Händler lokales Kunsthandwerk verkaufen. Die Tradition reicht über 600 Jahre zurück und gilt als eine der ältesten Weihnachtsfeiern im Elsass.
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