Lochnagar-Krater, Naturschutzgebiet und Kriegskrater in Ovillers-la-Boisselle, Frankreich.
Der Krater von Lochnagar ist eine kreisförmige Mulde mit etwa 91 Metern Durchmesser und etwa 21 Metern Tiefe, die sich wie eine natürliche Grube in die Landschaft einsenkt. Die Stelle ist frei zugänglich und Besucher können um den gesamten Rand herumgehen, um die massive Dimension dieses Erdeinschlags zu erfassen.
Die Briten zündeten am 1. Juli 1916 etwa 30 Tonnen Sprengstoff unter deutschen Positionen ein, um den Angriff in der Somme-Schlacht zu beginnen. Das Ereignis markiert einen der Wendepunkte des Krieges und hinterließ diese sichtbare Wunde in der Erde, die bis heute besteht.
Der Krater wird jedes Jahr am 1. Juli zu einer Gedenkstätte, wo Menschen zusammenkommen, um an die gefallenen Soldaten der Somme-Schlacht zu denken. Der Ort hat für viele französische und britische Familien eine tiefe persönliche Bedeutung, da er an ihre Angehörigen erinnert, die in diesem Krieg kämpften.
Das Gelände kann das ganze Jahr über kostenlos besucht werden und ist leicht zu erreichen. Der Fußweg rings um die Kante ist eben und bietet verschiedene Blickwinkel auf den Krater von außen.
Dies ist die größte öffentlich zugängliche Stelle einer Minenexplosion aus dem Ersten Weltkrieg in Frankreich und wird damit zum wichtigsten erhaltenen Beispiel dieser Art von Kriegstechnologie. Ingenieure wählten diesen Ort bewusst, weil die Geologie des Bodens ideal für das Graben von Sprengstoffkammern war.
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