Fougères, Mittelalterliche Festungsstadt in der Bretagne, Frankreich
Fougères ist eine Gemeinde in der Region Ille-et-Vilaine im Osten der Bretagne, die sich entlang des Flusses Nançon über zwei Ebenen erstreckt. Die Oberstadt liegt auf einem Felsvorsprung, während sich die Unterstadt im Tal mit Blick auf die Festungsmauern ausbreitet.
Die Festung entstand im 11. Jahrhundert und wurde später verstärkt, um die Grenze zwischen dem Herzogtum Bretagne und dem Königreich Frankreich zu schützen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich hier eine bedeutende Schuhindustrie, die der Gemeinde neuen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Der Name Fougères leitet sich vom bretonischen Wort für Farnkraut ab, das einst die Hänge rund um die Siedlung bedeckte. In der Unterstadt sieht man heute noch Wohnhäuser aus Granit, die sich eng an die Hänge schmiegen und von schmalen Gassen durchzogen werden.
Wer die Gemeinde zu Fuß erkundet, sollte bequeme Schuhe tragen, da steile Wege zwischen den beiden Ebenen verlaufen. Der beste Ausgangspunkt liegt nahe dem Rathaus in der Oberstadt, von wo aus man schrittweise ins Tal hinabsteigen kann.
In einem Glockenturm aus Glas und Eisen läutet seit 1887 eine öffentliche Uhr, die früher den Arbeitstag der Schuhfabrikarbeiter regelte. Heute erinnert sie noch immer daran, wie die Industrie den Tagesablauf der Bewohner prägte.
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