Laon, Mittelalterliche Festungsstadt in Hauts-de-France, Frankreich
Laon ist eine auf einem Kalksteinplateau gelegene Kleinstadt in der Region Hauts-de-France im Norden Frankreichs, die sich aus einer Ober- und einer Unterstadt zusammensetzt. Die Oberstadt bewahrt ihre mittelalterliche Struktur mit engen Gassen, Stadtmauern und Türmen, während die Unterstadt moderne Wohnviertel und den Bahnhof beherbergt.
Die Römer errichteten hier einen Militärposten, der sich im 5. Jahrhundert zu einer bedeutenden fränkischen Siedlung und einem Bischofssitz entwickelte. Im Mittelalter war der Ort Sitz einer mächtigen Grafschaft und Schauplatz mehrerer Belagerungen während religiöser Konflikte.
Die Kathedrale ist berühmt für die Ochsenkopfskulpturen an ihren westlichen Türmen, eine Hommage an die Tiere, die beim Bau der Kirche Baumaterial auf das Plateau gezogen haben. Besucher bemerken heute die vielen Treppen und schmalen Gassen der Oberstadt, die das Leben in diesem hochgelegenen Stadtkern prägen.
Die Standseilbahn verbindet die Unterstadt mit der Oberstadt und erspart Besuchern den steilen Aufstieg zu Fuß über zahlreiche Treppen. Die Oberstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da ihre Größe überschaubar ist und die meisten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen.
Unter der Oberstadt erstreckt sich ein Netz von Tunneln und Kellern, das ursprünglich zur Steingewinnung und später als Zuflucht während kriegerischer Auseinandersetzungen diente. Einige dieser unterirdischen Gänge sind über 100 Meter lang und durchziehen das Plateau in mehreren Ebenen.
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