Meridian von Paris, Hauptmeridian an der Pariser Sternwarte, Frankreich
Der Meridian von Paris ist eine imaginäre Linie, die die Stadt von Nord nach Süd durchquert und mit der Pariser Sternwarte verbunden ist. Entlang dieser Linie sind 135 Bronzemedaillons in den Straßenpflaster eingelassen, die den genauen Verlauf markieren.
Diese Linie wurde ab 1678 als globale Referenz für Längengradberechnungen verwendet, verlor diese Rolle aber 1884, als Greenwich zum internationalen Standard wurde. Die wissenschaftliche Arbeit an diesem Meridian half, die Grundlagen der modernen Vermessung zu schaffen.
Der Name "Meridian von Arago" erinnert an den Astronomen François Arago, dessen wissenschaftliches Werk mit dieser Linie verbunden ist. Wenn man die 135 bronzenen Medaillons in den Straßen sieht, kann man verstehen, wie wichtig diese Messlinie für die Pariser waren.
Man kann den Meridian zu Fuß von der Porte de Montmartre im Norden bis zur Cité Universitaire im Süden folgen, indem man die eingelassenen Messingmarker beobachtet. Die meisten Medaillons sind leicht zu sehen, besonders an Stellen mit weniger Fußgängerverkehr.
Die Messung dieser Linie war entscheidend für die Schaffung des Metersystems im späten 18. Jahrhundert. Wissenschaftler nutzten die Entfernung vom Nordpol zum Äquator entlang dieser Linie, um die Standardeinheit des Meters zu definieren.
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